Ettlinger Markgrafenkeller in schwieriger Situation zwischen Baustellen und Corona

Barbara Saebel MdL begrüßt Kabinettsentscheidung nach monatelangem Kampf für die Hotel- und Gastro- Hilfe
 
Ettlingen/Stuttgart. „Endlich wird die Hotel- und Gastro- Hilfe beschlossen!“ freut sich die Ettlinger Landtagsabgeordnete Barbara Saebel (Grüne). Saebel hatte sich bereits im Tourismusausschuss im April dafür eingesetzt, dass die 330 Millionen Euro Stabilisierungshilfe rasch fließt, um eine Pleitewelle in der Hotellerie und Gastronomie zu verhindern. Nun können betroffene Betriebe im Anschluss an die Corona-Soforthilfe einmalig weitere 3000 Euro sowie 2000 Euro für jeden in Vollzeit beschäftigten Mitarbeiter beantragen. Saebel: „Es muss aber vom Landeswirtschaftsministerium in Verhandlungen mit dem Bund sichergestellt werden, dass Landesgelder als Ergänzung zu den bereitstehenden Bundesgeldern fließen, aber nicht anstatt der Bundesgelder.“
 
Wie dringend diese Hilfe benötigt wird, davon hatte sich Saebel vor kurzem sowohl in Waldbronn informiert als auch letzte Woche im  Gasthaus Markgrafenkeller in der Ettlinger Innenstadt. Der Markgrafenkeller hat jenseits von der Corona-Pandemie zusätzlich mit den Auswirkungen der beiden Baustellen an der St. Martinskirche und den Ratsstuben zu kämpfen. Baulärm, Bauzäune und das durch den abendlichen Albtäler-Wind verursachte Pfeifen der Gerüste sind schwierige Bedingungen für einen Gastwirt. Die vom Gastwirtpaar Reinhart geschilderte Situation mit bis immer noch ausbleibenden Gästen sei im Grundsatz wirtschaftlich nicht anders zu beurteilen als die Situation im April oder Mai. Saebel: „Es wäre nun schön, wenn sich die Ettlinger solidarisch mit diesem Traditionsrestaurant zeigen könnten. Der Markgrafenkeller hat seit dem Lockdown Essen außer Haus angeboten und nun kann man die gutbürgerliche badische Küche auf der von Blumen umrankten Außenterrasse genießen.“ Barbara Saebel hat sich in einem Brief an Oberbürgermeister Arnold mit der Bitte gewandt, den Bauzaun an den Ratsstuben zu reduzieren und den Kirchenplatz ansprechender zu gestalten sowie beim Vermieter Stadtbau eine gangbare Lösung bei der Miete des Markgrafenkellers zu finden.
 

 

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