Pfinztal: Sanierung zum Lärmschutz erst ab 2021 möglich Ettlinger Landtagsabgeordnete Saebel hält Lärm an der Kreuzung B293/B10 in Berghausen für nicht hinnehmbar

Pfinztal-Berghausen. Die Grüne Landtagsabgeordnete Barbara Saebel (Grüne) hat aus dem Regierungspräsidium Karlsruhe ernüchternde Nachricht erhalten: es gibt offenbar keine kurzfristige verkehrliche und lärmschutztechnische Planung für Pfinztal-Berghausen. Saebel hatte sich bei Besuchen und in Briefen immer wieder für eine Neubewertung der Situation mit aktuellen Lärmzahlen eingesetzt, zuletzt im April gemeinsam mit dem Lärmschutzbeauftragten der Landesregierung Thomas Marwein MdL. Neuerliche Messungen, veranlasst von der Gemeinde Pfinztal, haben nun ergeben, dass Lärmwerte zwischen 70 und 90 dB erreicht werden. Saebel: „Dies ist nicht hinnehmbar, so ein Lärm ist gesundheitsgefährdend.“ Direkte Anwohner der B10/B293 können zwar bei Überschreitung der Auslösewerte immer noch einen Antrag auf Förderung von Schallschutzfenstern stellen. Eine weiter Lärmschutzmaßnahme wäre aber die kurzfristige Fahrbahnsanierung, dieser erteilt das Regierungspräsidium nun eine Absage. Saebel schlug in ihrem Brief lärmmindernde Fahrbahnbeläge vor, doch die könnten laut Regierungspräsidium „im Bereich des Kontenpunktes B10/B293 aus bautechnischer Sicht“ leider nicht eingebaut werden. Die “stark auftretenden Scherkräfte z.B. durch Lenkbewegungen des Schwerverkehrs (Abbieger) können dort durch den Asphalt nicht aufgenommen werden“, so das Regierungspräsidium. Die Sanierung der Grundwasserwanne unter der DB-Strecke und Betoninstandsetzungsarbeiten sind zwar aus Sicht des Regierungspräsidiums dringend nötig. Auch Saebel hält den Zustand des Asphalts für äußerst schadhaft und bemängelt überstehende Gullideckel, die zusätzlichen Lärm verursachen. Aufgrund der laufenden Baumaßnahme an der L559 in der Jöhlingerstraße in Weingarten und der damit verbundenen „angespannten Verkehrssituation im Bereich des Kontenpunktes B293/B10 in Berghausen“ sieht das Regierungspräsidium jedoch erst 2021 Möglichkeiten, mit der Fahrbahnsanierung zu beginnen. Barbara Saebel verspricht, am Thema dran zu bleiben und weiß auch Bürgermeisterin Bodner auf der Seite der lärmgeplagten Bürger.

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