Landtagsabgeordnete Saebel (Grüne) besucht den Bioland-Bauernhof Petrik in Pfinztal und informiert sich beim Kontrollverein ökologischer Landbau e.V. über das Biokontrollverfahren

Pfinztal. Landtagsabgeordnete Barbara Saebel (Grüne) nutzt die parlamentarische Sommerpause für Besuche im Wahlkreis. Bei einem dieser Termine besuchte sie den Bioland-Bauernhof Petrik in Pfinztal und erkundigte sich zeitgleich beim Kontrollverein ökologischer Landbau e.V. über das Biokontrollverfahren.

Bereits im Jahre 1986 stellte die Familie Petrik ihren Bauernhof auf ökologische Landwirtschaft um und gilt als Vorreiter in der Region. Mittlerweile hat sich der Betrieb auf den Kartoffel- und Gemüseanbau spezialisiert und beliefert, neben den Verkauf auf dem Wochenmarkt und im eigenen Hofladen, auch Biomärkte und Restaurants aus der Region. Florian Petrik berichtete Frau Saebel von den anfänglichen Problemen, die Ablehnung der konventionellen Landwirte und über die Entwicklung der letzten Jahre bis heute.

Auch der Biohof der Familie hat mit den Hitzeschäden zu kämpfen, auch wenn es dieses Jahr weniger problematisch war. In Zukunft werde allerdings die benötigte Menge an Wasser, welche zur Bewirtschaftung der Flächen erforderlich ist, weiter ansteigen. Längere Trockenphasen und Wetterextreme werden bei der derzeitigen Entwicklung weiterhin zunehmen und für Ernteausfälle sorgen.

Barbara Saebel: “Es freut mich, dass bereits seit 1986 ein Bio-Bauernhof in meinem Wahlkreis liegt, welcher einen Beitrag für die Nachhaltigkeit und zum Schutz der Biodiversität leistet. Nachhaltige Landwirtschaft kann durch die Reduzierung von Insektenkillern, wie Glyphosat und Neonikotinoide, den Artenschwund aktiv entgegentreten. Neben der biologischen Landwirtschaft wird auch Verpackung minimiert und somit ein Beitrag für die Umwelt geleistet“.

Das Biokontrollverfahren vom Kontrollverein ökologischer Landbau e.V. kontrolliert die bereits zertifizierten Biohöfe, ob sie die Bio-Standards einhalten. Bei Verstößen gibt es harte Sanktionen, wie die sofortige Aberkennung des Siegels. Ebenfalls unterstützt der Verein Landwirte bei der Umstellung auf einen Bio-Bauernhof.

Die Grüne Landtagsabgeordnete Barbara Saebel, Andreas Löber vom Kontrollverein ökologischer Landbau und Florian Petrik begrüßen das Volksbegehren „Rettet die Biene“ und bewerten das Engagement positiv. Allerdings wurden einige Aspekte nicht zu Ende gedacht. Auch der Bioanbau kann nicht komplett auf Schädlingsbekämpfungsmittel verzichten, z.B. der Weinanbau wäre in der Region nicht mehr möglich. Ein Überangebot an Bioprodukten könnte eine Preisspirale nach unten in Gang setzten und vor allem kleineren Höfen schaden, welche mit der Massenproduktion nicht mithalten können. Hier gilt es, gemeinsam mit den Initiatoren des Volksbegehrens, einen Weg zu finden, welcher dem bisherigen Bioanbau im Land nicht schadet.  

 

Bildunterschrift (v.l.n.r.): Andreas Löber, Florian Petrik und Barbara Saebel

Verwandte Artikel