Spitzenuniversitäten am Oberrhein haben Potenzial zur ersten Europäischen Universität

Stuttgart. Der Ausschuss für Europa und Internationales des Landtags von Baden-Württemberg hat in seiner Sitzung am Mittwoch, 25. April 2018, mit Prof. Dr. Hans-Jochen Schiewer, Rektor der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, die grenzüberschreitende universitäre Zusammenarbeit am Oberrhein erörtert. Dies teilte der Vorsitzende des Gremiums, der CDU-Abgeordnete Willi Stächele, mit. „Der Europäische Campus Eucor hat sich vor dem Hintergrund der langjährigen Kooperation der Hochschulen am Oberrhein entwickelt und ich bin zuversichtlich, dass hieraus in naher Zukunft eine echte Europäische Universität entstehen wird“, betonte Stächele.

Insgesamt bündle Eucor die Kompetenzen und Potenziale von 15.000 Forschenden und 11.000 Doktorandinnen und Doktoranden sowie mehr als 120.000 Studierenden. „Der Forderung des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron nach Schaffung Europäischer Universitäten als Beitrag zur Neubelebung der Europäischen Union lassen wir am Oberrhein Taten folgen. Der Europäische Campus Eucor mit den Spitzenuniversitäten am Oberrhein hat das Potenzial, sich zur ersten wahrhaft Europäischen Universität weiterzuentwickeln, in der die Forschung und Lehre auf höchsten Niveau und mit den besten Universitäten aus Frankreich, Deutschland und der Schweiz gebündelt werden kann“, betonte Stächele im Rahmen der Sitzung.

Bereits im Dezember 2015 hätten die fünf Mitgliedsuniversitäten, die Universität Basel, die Universität Freiburg, die Université de Haute-Alsace, das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und die Université de Strasbourg den Europäischen Verbund für territoriale Zusammenarbeit Eucor gegründet. Dabei habe es sich um den ersten universitären Zusammenschluss dieser Art in Europa gehandelt.

Besondere Schwerpunkte setze dieser Europäische Campus auf Forschungsprojekte in den Bereichen Quantenphysik, Quantentechnologie, Präzisionsmedizin, Nachhaltigkeitswissenschaften und Kulturwissenschaften. Gefördert werde Eucor unter anderem mit Mitteln der Europäischen Union, informierte der Ausschussvorsitzende.

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