Landesregierung investiert zusätzlich in Integrationsprojekte von Ettlingen, Waldbronn und Landkreis

Barbara Saebel MdL (Grüne) und Christine Neumann-Martin MdL (CDU): „Wir fördern Integration dort, wo sie tagtäglich stattfindet – in den Kommunen“
 
Die Landesregierung stellt zusätzlich zum Pakt für Integration rund 3,5 Millionen Euro für Integrationsmaßnahmen in den Städten und Gemeinden sowie den Landkreisen in Baden-Württemberg zur Verfügung. Die Stadt Ettlingen erhält 12.500 € und die Gemeinde Waldbronn 52.500 € Förderung für den Integrationsmanager, das Integrationskonzept des Landkreises wird mit 25.720 € bezuschusst. Dies gab Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha am Freitag (6. Juli) in Stuttgart bekannt.
 
„Im alltäglichen Miteinander vor Ort, in den Kindergärten und Schulen, in den Vereinen und am Arbeitsplatz findet Integration statt. Kommunen werden dabei unterstützt, sich stärker zu vernetzen. Die systematische Planung und Koordination leisten die Integrationsbeauftragten.“, so die Grüne Landtagsabgeordnete Barbara Saebel.
 
„Integration ist ein gesamtgesellschaftlicher Prozess, der beiden Seiten – Migrantinnen und Migranten einerseits und Einheimischen andererseits – etwas abverlangt. Mit unserem Förderprogramm möchten wir Landkreise sowie die Städte und Gemeinden zusätzlich unterstützen, damit sie Integration aktiv gestalten können“, so die CDU Landtagsabgeordnete Christine Neumann-Martin. Für die Stärkung kommunaler Strukturen wurden 78 Anträge mit einem Fördervolumen von rund zwei Millionen Euro bewilligt. Darunter befinden sich 16 Neuanträge für Integrationsbeauftragte und 24 Verlängerungsanträge. So wird z.B. die seit 2015 bestehende Stelle der Integrationsbeauftragten von Ettlingen zu 50% aus Landesmitteln gefördert und nun verlängert.
  
Hintergrundinformation
 
Das Land fördert die Integrationsarbeit in den Kommunen sowie Projekte freier Träger seit 2013 mit einem 35 Mio. € – Förderprogramm, das in der „Verwaltungsvorschrift über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe und Integration“, kurz VwV-Integration, geregelt ist. Das Programm besteht aus drei Förderbereichen: Stärkung kommunaler Strukturen, Elternbeteiligung sowie Teilhabe und Antidiskriminierung. Im Mittelpunkt steht die Förderung von Stellen für kommunale Integrationsbeauftragte.
 
Bei den Förderentscheidungen wird das Ministerium für Soziales und Integration von einer Jury beraten, die sich unter anderem aus Vertreterinnen und Vertretern der Regierungspräsidien, der kommunalen Landesverbände, der Wissenschaft sowie des Landesverbands kommunaler Migrantenvertretungen Baden-Württemberg zusammensetzt.

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