Land unterstützt Ettlingen, Waldbronn und Pfinztal mit Konzepten zum wasserwirtschaftlichen Management von Starkregenereignissen

Saebel MdL (Grüne) und Neumann-Martin MdL (CDU): Starkregenvorsorge wird in Zeiten des Klimawandels immer wichtiger

Ettlingen/Stuttgart. Gestern wurden Förderbescheide für Konzepte zum wasserwirtschaftlichen Management von Starkregenereignissen im südlichen Landkreis Karlsruhe veröffentlicht. Starkniederschläge kurzer Dauer und hoher Intensität verursachen jährlich Schäden in der Größenordnung von 50 % der Gesamtschäden, die durch Hochwasser in Baden-Württemberg entstehen. Daher werden auch 2019 wieder Vorsorgekonzepte für Gemeinden an Flüssen und Berghängen vom Land gefördert. Ettlingen erhält in Kooperation mit Waldbronn 68.000€ und Pfinztal 69.000€ für ihre Konzepterstellung. Das Hochwasserrückhaltebecken in Karlsbad-Mutschelbach wird mit 51.000 € gefördert. Barbara Saebel MdL: „Alle drei Maßnahmen sind mit Blick auf zunehmende Starkregenereignisse in Zeiten des Klimawandels absolut notwendig. Man denke nur an die Schlammlawinen in Braunsbach Ende Mai 2016 und Sipplingen am Bodensee Mitte Juli 2017.“ Ihre CDU Kollegin Christine Neumann-Martin ergänzt: „Diese Zuschüsse aus Mitteln des Kommunalen Investitionsfonds ermöglichen es den Kommunen, ihren Schutz vor Hochwasser auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse zu verbessern.“

Bauliche und nichtbauliche Maßnahmen der öffentlichen und privaten Träger können nur auf der Grundlage eines abgestimmten Gesamtkonzeptes die Risiken durch Starkregen wirkungsvoll und effizient reduzieren oder vermeiden. Für die Analyse der Gefahren durch den Abfluss großer Niederschlagsmengen wurde eigens ein neues hydrologisches Verfahren eingesetzt. Die Universität Freiburg hat dazu für Baden-Württemberg ein Modell entwickelt. Auf Basis der Starkregengefahrenkarten können dann sinnvolle Standorte für Hochwasserrückhaltebecken, Flutmulden, Geröllfänge, die Entsiegelung von Flächen und weitere Wasser leitende Maßnahmen geplant werden.

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